In meinem Garten leben Weinbergschnecken. Das ist zumindest ihre äußerliche Gestalt, aber von ihrem Wesen her scheinen sie vielmehr so etwas wie Zen-Mönche zu sein. Diese sanften und wundersamen Tiere lehren mich nämlich ganz viel: 

  • Sie lehren mich, mich mit sehr viel Achtsamkeit zu bewegen, damit ich keine von ihnen verletze.
  • Sie vermitteln mir ein anderes Verständnis von Zeit.
  • Sie sind ein Vorbild an sanfter Beharrlichkeit.
  • Sie zeigen mir, wie zauberhaft Andersartigkeit ist. 
  • Und sie führen mich mit ihrer Verletzlichkeit direkt zu mir selbst. 

In welcher Welt würden wir wohl leben, wenn wir anderen Wesen grundsätzlich so begegnen würden, wie ich gerade meinen kleinen Mönchen mit Haus: achtsam und offen dafür, von ihnen zu lernen –  unseren Pferden und anderen Tieren, Menschen, ja, sogar Pflanzen. Jede Lebensform ist einzigartig und in sich ein Wunder. Das zu erkennen und zu würdigen, bereichert das Leben in allen Facetten – und mit jeder können wir auch etwas über uns selbst erfahren. 

Wir reich wir doch sind, wenn wir uns mit einem offenen Herzen auf das einlassen, was uns umgibt!

Von anderen Wesen lernen