Es gibt diese Pferde, die sich immer freuen, ihren Menschen zu sehen. Es sind offene Pferde, die immer etwas Gutes erwarten und die es einem so leicht machen, dass deren Sein von innen nährt.

Mit anderen Pferden ist es hingegen nicht so einfach. Jede Begegnung mit ihnen, auch nach vielen gemeinsamen Jahren, kann anders verlaufen als gewünscht oder gedacht. Hofft man auf Freude, wird man vielleicht ignoriert, nähert man sich freundlich, geht es vielleicht fort, und dann, wenn man eigentlich Desinteresse erwartet, kommt es direkt zum Zaun mit einem fröhlichen Hallo! im Blick. Oft geht nichts, manchmal auch ganz viel, aber nie ist es stabil, nie verlässlich.

Diese nicht so einfachen Pferde (und das gilt auch für andere Wesen in unserem Leben) sind meiner Erfahrung nach exzellente Lehrer, denn durch sie lernen wir, uns von Erwartungen zu lösen und das anzunehmen, was ist. Sie bringen uns immer wieder dazu, uns auf uns selbst zu besinnen und dabei offen für alles zu bleiben. An und mit ihnen können wir wachsen.

Danke, dass es Euch gibt!

Foto von Martin Paasch